Im Wandel der Zeit

Der Arbeitswahnsinn hat mich wieder. Was ich genau erzählen will, weiß ich eigentlich nicht. Tatsächlich würde ich wieder mit dem gleichen gequatsche ankommen, wie schon in anderen Beiträgen. Wir schreiben seit zwei Wochen das Jahr 2019. Seit zwei Wochen befinde ich mich in der neuen WG, in die ich Glücklicherweise gesteckt wurde.

Kurz um, der Wechsel war beinahe das Beste was mir passieren konnte. Kaum drei Dienste anwesend, schon fühle ich mich Pudel wohl und es kommt mir vor als wäre ich nie wo anders gewesen und wäre schon, gefühlt, seit Jahren dort.

Nach drei Monaten Horrorszenario habe ich nun wieder das Gefühl, dazuzugehören, was vorher ja nicht so ganz der Fall war. Habe das Gefühl, dass es Teamtechnisch funktioniert und der Zusammenhalt da ist und man vieles mit sehr viel Humor nehmen kann und auch darf.

Mal abgesehen davon, dass es Teamtechnisch passt, ist immer was los. Es geht der Punk ab. Nicht das ich damit behaupten wollen würde, dass ich die Bewohner der vorangegangen WG nicht gemocht hätte. Die waren auch süß. Die waren auch nett. Ich hab sie auch gemocht. Aber sind wir doch mal ehrlich, was hätte es mir langfristig, außer Frust vermutlich, gebracht zu meinen mit aller Gewalt zu versuchen, in WG 2.0. Fuß zu fassen?

Ja, sind wir mal ehrlich. Es hätte mir nichts gebracht. Außer Frust und Stress. Frust hinsichtlich dessen, dass mich zunehmend das Gefühl beschlichen hat, nicht so sein zu können wie ich bin und immer und immer wieder, gewisse Verhaltensformen, unterdrücken musste. Jeden Tag aufs neue. Und irgendwie hat das dann, meiner Meinung nach, nichts mehr mit Authentisch zu tun, wenn ich mich grundsätzlich verstellen muss.

Aber nicht nur Frust hat sich breit gemacht. Auch eine zunehmende Unzufriedenheit hatte sich angemeldet. Unzufrieden mit dem Job, unzufrieden mit dem was ich tue, ja wenn man da nicht sogar davon sprechen konnte, dass es mich nicht erfüllt hat. Und was bringt es mir dann, mit aller Gewalt meinen zu müssen, daran festzuhalten? Es hätte nicht funktioniert. Letztlich hätte ich vermutlich, hätte sich nichts verändert, den Vertrag auslaufen lassen. Wie ich dann weiter gemacht hätte, weiß ich nicht.

Vermutlich hätte ich dann ab dem zweiten Semester doch BAföG beantragt. Hätte mir doch einen Job auf 450 € gesucht und hätte vollends auf Student gemacht. Aber ob ich damit auch zufrieden gewesen wäre, ich bin mir da nicht so ganz sicher. Ob das wirklich das Wahre gewesen wäre.

An meinem Letzten Tag in WG 2.O. wurde mir dann, ich weiß nicht ob es bewusst oder unbewusst war, im Gespräch, nochmal unter die Nase gehalten, dass die Kollegin, mit der ich den WG Wechsel vollführt hatte, gar nicht in die WG 2.0. wolle.

Ach was? Tatsächlich? Und jetzt bin ich Schuld dran, dass die Kollegin hier her muss? (zumindest hörte es sich fast so an) Mich hat damals auch keiner danach gefragt ob ich in WG 2.0 möchte. Das war halt dann so. Fertig, aus ende. Hatte ich damals auch nichts zu melden, wo genau ich lande. Warum sollte es denn dann anderen besser ergehen, wie mir? Klingt egoistisch? Ist es vermutlich auch.

Kurz um kommentiere ich es jedoch mit: Tja, ist halt so. Pech gehabt. Schicksal. Und wenn wir uns mal ganz genau auf den Vertrag beziehen, wird man feststellen, dass man nicht für eine bestimmte WG unterschrieben hat und man somit damit rechnen muss, versetzt zu werden. Tja und in diesem Fall trifft es dann eben diejenigen, welche als letztes ins Team gekommen sind. So einfach geht dir Rechnung.

Jetzt ist alles irgendwie völlig anders und das von einem Schlag auf den anderen. Ich kann sein wie ich bin. Ich kann wieder authentisch sein, bin nicht mehr gefrustet und die Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation hat sich in Luft aufgelöst. Der Sprücheklopfer und Wirbelwind ist wieder unter den Lebenden. Tada!

 

 

 

 

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