Neues Jahr, neues Glück, neuer Anfang

Die Zeit vergeht wie im Flug. Seit einigen Wochen bin ich jetzt schon in der Neuen-WG. An der inneren Ablehnug hat sich nur bedingt etwas geändert. Meist ist es extrem Kollegenabhänging, mit wie viel Starrsinn ich dort aufschlage. Mich aber irgendwie versuche damit abzufinden. Richtig fühlt es sich aber immer noch nicht an.

Im Januar hat meine Zeit in der Neuen-WG aber auch ein Ende. Scheinbar gibt es doch noch Wunder, an die ich eigentlich nicht mehr geglaubt hatte. Auch wenn die Entscheidung erst gefallen war, nachdem Kollege beklagt hatte, ich würde Ablehnend auf die Gesamtsituation reagieren. Was ja auch irgendwie stimmt. Mag ich mich jedoch entsinnen, dass ich genau selbige Bedenken, bereits vor der ersten Versetzung erwähnt hatte.

Chefs sind auch nur Menschen und sind berechtigt Fehlentscheidungen zu fällen. Dürfen auch gerne anderer Meinung sein, als ihre Mitarbeiter und Kollegen. Bin ich, in sachen Studium und Arbeit, auch nicht der selben Meinung wie der Chef.

Im Januar heißt es also Neustart und Abschied. Andere Kollegen. Andere Bewohner. Aber es fühlt sich richtig an. Es ist eine völlig andere Welt im Vergleich zu jetzt. Jung, dynamisch, offen, lustig, quirlig und lebhaft. Alles Bewohner etwa in meinem Alter.

Und mal ganz ehrlich? Ich bin froh endlich einmal in einer Gruppe zu arbeiten, in der, bei keinem einzigen Mitglied, eine extrem ausgeprägte psychiatrische Diagnose vorlieg, die zu massiv provozierendem und unausgeglichenen Verhalten führt.

Allein zu wissen, dass dem so ist, lässt mich loslassen und irgendwie auch entspannen. Ist so eine stark hervorstechende psychiatrische Kiste, der man über Jahre in unterschiedlicher Ausführung begegnet,  durchaus eine Belastung für das eigene Gemüt. Anstrengend. Nervenzehrend.

Aber dann ist da ja noch das Studium. War ich beinahe überrumpelt von der recht positven Reaktion der Kollegen. Es scheint alles kein Thema zu sein. Abdeckung meiner Stunden? Kein Problem, lässt sich doch gut einplanen. In der Prüfungszeit Stunden abbauen und etwas mehr frei? Gar kein Thema. Dafür dann in der Vorlesungsfreien Zeit mehr arbeiten? Vollkommen in Ordnung.

Hatte ich eigentlich, aus der letzten Erfahrung heraus, eine andere Reaktion erwartet. Aber da sieht man mal, wie unterschiedlich manche Teams arbeiten und auch denken. Wie es auch anders funktioniert. Wie unterschiedlich der Fokus gelegt und mit manchen Dingen umgegangen wird. Kurz um, Krass!

Wie es mir damit geht? Ich freu mich. Es fühlt sich an, als hätte mir endlich jemand diese bescheuerten Zementsäcke abgenommen, die ich da seit 2 Monaten mit mir spazieren trage und die keiner haben wollte. Es ist und war  nicht alles doof, in der Neuen-WG. Es hat sich aber nicht richtig angefühlt. Und ich wäre damit nie glücklich geworden. Zumindest nicht langfristig.

Auf der einen Seite tuts mir schon auch ein bisschen um die Bewohner und ein paar total liebe Kollegen leid. Aber es bringt keinem wirklich was, wenn ich da nicht sein will. Weil ich der Meinung bin, mir ist es dort zu ruhig. Zu wenig lebhaft. Zu gesetzt. Und mich das Gefühl nicht los lässt, ich kann nicht sein wie ich wirklich bin. Nicht mehr autentisch sein kann.

Das ist schon richtig so. Alles andere ergibt für mich gerade keinen weiteren Sinn. So irgendwie.

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Ein Gedanke zu “Neues Jahr, neues Glück, neuer Anfang

  1. Hat dies auf Pferdig unterwegs rebloggt und kommentierte:
    Tja, hätte ich jetzt auch nicht gedacht, dass es doch noch einen Ausweg geschweigedenn ein Wunder gibt.

    Eigentlich habe ich abgeschlossen gehabt und versucht mich damit abzufinden, wie es eben nun mal so ist. Vielleicht hätte es irgendwann geklappt. Aber mal ehrlich, ich glaube das nicht mal selber 😉

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